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Vermisstenfälle

Deborah Sassen

Private Suchseite/Initiative: -

Offizielle Seite der Behörden: -

Foren: https://www.allmystery.de/themen/km87720

Fotos

Kurzfassung:

Geboren: 25.05.1987

Vermisst seit: 13.02.1996

Augenfarbe: -

Haarfarbe: Blond

Deborah Sassen verschwand am 13.02.1996 auf dem Heimweg,

nachdem sie die Schule an diesem Tage besucht hatte.

Der Weg betrug weniger als 1000m, jedoch verliert sich auf

dieser Strecke ihre Spur - bis heute ist unklar was geschehen

ist.

Zusammenfassung:

Geändert: 19.03.2020

20 Jahre. Zeit, in der Kinder erwachsen werden. Ihren eigenen Weg finden. Schule, Ausbildung, Beruf, eine eigene Familie.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Debbie Sassen diesen Weg gegangen ist. Sie war acht Jahre alt, als sie am 13. Februar 1996 nach dem

Schwimmunterricht ihre rote Daunenjacke anzog, um zum Mittagessen zu Hause zu sein. Vom Schuleingang an der Wiesdorfer Straße bis in ihr

Elternhaus sind es nicht einmal 1000 Meter. Irgendwo dort ist Debbie verschwunden. Und blieb es.

20 Jahre Ungewissheit - das ist eine Tortur, die kaum nachvollziehbar ist. Damals, in jenen ersten Tagen, als sie noch bei jedem Telefonklingeln und bei

jedem Geräusch an der Tür voller panischer Hoffnung aufgesprungen sind, haben sich auch Debbies Eltern nicht vorstellen können, dass die

eigentliche Hölle noch vor ihnen lag. Dass sie nicht enden würde, und dass ihr gemeinsames Leben sich auflösen würde, so wie Debbie sich in Luft

aufgelöst zu haben scheint.

Es war der Dienstag vor Karneval. Zwei Stunden nach Schulschluss hatten Debbies Eltern die Polizei alarmiert. An jenem bitterkalten Nachmittag

begann die bis heute größte Suchaktion der Düsseldorfer Polizei. Jeden Stein drehten die Beamten um, Taucher stiegen zweimal in den zugefrorenen

See im Buga-Gelände. Eine Passantin hatte dort an jenem Dienstag Kinder auf dem Eis spielen sehen. Zeichner fertigen nach anderen

Zeugenaussagen das Bild eines Mannes, der in einem beigefarbenen Auto an der Schule gewesen sein soll. Er wird nie gefunden. Wie Debbie.

"Es ist, als hätte sich ein Loch aufgetan und sie mit allem, was sie bei sich hatte, verschluckt", hat Dietmar Wixfort irgendwann frustriert gesagt. Er war

Leiter der Sonderkommission Wersten, die sie bei der Polizei auch nach Monaten nicht "Mordkommission" nennen wollten, weil sie die Hoffnung nicht

aufgeben. Weder ihr Schulranzen noch der Turnbeutel oder auch nur ein Teil ihrer auffallenden Kleidung ist je wieder aufgetaucht.

Wenn Debbies Mutter später darüber redete - und sie hat es wohl tausende Mal erzählt - dann war es, als sehe sie vor sich, was sie beschrieb. Wie sie

ihrem Kind, das gerade wach geworden war, "Tschüs, mein Schatz" zugeflüstert hat, bevor sie zur Arbeit ging. Wie sie nach Hause kam und ihr Anita

entgegenlief, ihre Älteste, die damals 15 war, und völlig aufgelöst gerufen hat: "Debbie ist nicht heimgekommen." Wie ihr Mann ins Haus kam, der

losgegangen war, zur Schule und zurück und dann noch einmal den anderen Schulweg, den Debbie eigentlich nicht nahm, und wie sie zum ersten Mal

diese allesfressende Angst gespürt hatten, die von da an bei ihnen bleiben sollte.

Es ist ein Horror-Film in Endlosschleife, und es gelingt ihnen nicht, ihn anzuhalten. Als sie endlich lernen, damit zu leben, hat die Ungewissheit sie

längst auseinander gebracht.

Sie haben noch zwei Töchter bekommen. Blond und stupsnäsig wie Debbie krabbelten sie durch das Haus, in das ihre Schwester nicht zurückkehrte.

Für ihre Liebe zu den beiden fühlte sich Debbies Mutter manchmal schuldig.

Einmal schien es, als habe die Ungewissheit ein Ende. Ein Brief war gekommen, in dem stand, dass Debbie tot auf dem Grund des Halterner Sees

liege. Die Polizei sucht den See mit einem Großaufgebot ab - ergebnislos. Den Brief hat ein Theologiestudent geschrieben, der später verurteilt wurde,

den Polizeieinsatz zu bezahlen. Was sein dummer Brief bei den Eltern auslöste, macht er nie wieder gut.

Debbies Mutter versucht, dem brennenden Schmerz in ihrer Seele mit Alkohol und Beruhigungsmitteln zu entkommen. Ihr Mann, der Debbies

Stiefvater ist, seit das Kind zu krabbeln begann, versucht, mit seiner Familie zu leben. Debbies Mutter versucht zu sterben.

Doch dann ist es Anita, die an dem Verlust der Schwester und der Verzweiflung zerbricht, die statt Debbies Platz eingenommen hatte. Im Spätsommer

1999 erhängt sich die 18-Jährige. Um sie kann Debbies Mutter trauern. Um Debbie hat sie immer nur Angst.

Heute lebt Debbies Mutter an der Ostsee. Sie hat ihre beiden jüngsten Töchter, die nun auch schon fast erwachsen sind, beim Vater gelassen und

versucht, der Erinnerung zu entkommen. Es gelinge ihr nicht besonders gut, sagte sie vor einigen Jahren in einem Interview. Und dass sie noch ein

bisschen Hoffnung hat. Eine Hoffnung, die im Lauf der Jahre so monströs geworden ist wie die Ungewissheit. Wie sollte sie ihrem Kind begegnen, das

sie als Achtjährige zuletzt geküsst hat, und das im Mai 29. Geburtstag hat?

Debbies Vater hat seine Töchter, die ihre Schwestern nicht kennenlernen konnten, alleine großgezogen. Er hat sein Leben aufgeteilt, in das, das er

heute führt und in eines, in dem es Debbie und Anita und die Mutter seiner Kinder gab.

Polizist Dietmar Wixfort ist versetzt und befördert worden, ermittelt heute in Neuss. Die Ermittlungsakte hat er nicht mitgenommen. Er hat sie im Kopf.

Wenn er von einer noch so vagen Spur hört, geht er dem sofort nach. Das wird er wohl für immer tun.

In Debbies Schule spricht man nicht mehr über das Mädchen, das durch den Hinterausgang ging und verschwand. 20 Jahre ist das nun her, und

einige der Kinder, die damals mit Debbie beim Schwimmen waren, sind heute selbst Eltern. Sie werden es wohl nie vergessen.

Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/debbie-sassen-seit-20-jahren-vermisst_aid-16758397
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Geboren: 25.05.1987

Vermisst seit: 13.02.1996

Zusammenfassung:

20 Jahre. Zeit, in der Kinder erwachsen werden. Ihren

eigenen Weg finden. Schule, Ausbildung, Beruf, eine eigene

Familie.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Debbie Sassen diesen

Weg gegangen ist. Sie war acht Jahre alt, als sie am 13.

Februar 1996 nach dem Schwimmunterricht ihre rote

Daunenjacke anzog, um zum Mittagessen zu Hause zu sein.

Vom Schuleingang an der Wiesdorfer Straße bis in ihr

Elternhaus sind es nicht einmal 1000 Meter. Irgendwo dort ist

Debbie verschwunden. Und blieb es.

20 Jahre Ungewissheit - das ist eine Tortur, die kaum

nachvollziehbar ist. Damals, in jenen ersten Tagen, als sie

noch bei jedem Telefonklingeln und bei jedem Geräusch an

der Tür voller panischer Hoffnung aufgesprungen sind,

haben sich auch Debbies Eltern nicht vorstellen können,

dass die eigentliche Hölle noch vor ihnen lag. Dass sie nicht

enden würde, und dass ihr gemeinsames Leben sich

auflösen würde, so wie Debbie sich in Luft aufgelöst zu

haben scheint.

Es war der Dienstag vor Karneval. Zwei Stunden nach

Schulschluss hatten Debbies Eltern die Polizei alarmiert. An

jenem bitterkalten Nachmittag begann die bis heute größte

Suchaktion der Düsseldorfer Polizei. Jeden Stein drehten die

Beamten um, Taucher stiegen zweimal in den zugefrorenen

See im Buga-Gelände. Eine Passantin hatte dort an jenem

Dienstag Kinder auf dem Eis spielen sehen. Zeichner

fertigen nach anderen Zeugenaussagen das Bild eines

Mannes, der in einem beigefarbenen Auto an der Schule

gewesen sein soll. Er wird nie gefunden. Wie Debbie.

"Es ist, als hätte sich ein Loch aufgetan und sie mit allem,

was sie bei sich hatte, verschluckt", hat Dietmar Wixfort

irgendwann frustriert gesagt. Er war Leiter der

Sonderkommission Wersten, die sie bei der Polizei auch

nach Monaten nicht "Mordkommission" nennen wollten, weil

sie die Hoffnung nicht aufgeben. Weder ihr Schulranzen

noch der Turnbeutel oder auch nur ein Teil ihrer auffallenden

Kleidung ist je wieder aufgetaucht.

Wenn Debbies Mutter später darüber redete - und sie hat es

wohl tausende Mal erzählt - dann war es, als sehe sie vor

sich, was sie beschrieb. Wie sie ihrem Kind, das gerade

wach geworden war, "Tschüs, mein Schatz" zugeflüstert hat,

bevor sie zur Arbeit ging. Wie sie nach Hause kam und ihr

Anita entgegenlief, ihre Älteste, die damals 15 war, und völlig

aufgelöst gerufen hat: "Debbie ist nicht heimgekommen."

Wie ihr Mann ins Haus kam, der losgegangen war, zur

Schule und zurück und dann noch einmal den anderen

Schulweg, den Debbie eigentlich nicht nahm, und wie sie

zum ersten Mal diese allesfressende Angst gespürt hatten,

die von da an bei ihnen bleiben sollte.

Es ist ein Horror-Film in Endlosschleife, und es gelingt ihnen

nicht, ihn anzuhalten. Als sie endlich lernen, damit zu leben,

hat die Ungewissheit sie längst auseinander gebracht.

Sie haben noch zwei Töchter bekommen. Blond und

stupsnäsig wie Debbie krabbelten sie durch das Haus, in das

ihre Schwester nicht zurückkehrte. Für ihre Liebe zu den

beiden fühlte sich Debbies Mutter manchmal schuldig.

Einmal schien es, als habe die Ungewissheit ein Ende. Ein

Brief war gekommen, in dem stand, dass Debbie tot auf dem

Grund des Halterner Sees liege. Die Polizei sucht den See

mit einem Großaufgebot ab - ergebnislos. Den Brief hat ein

Theologiestudent geschrieben, der später verurteilt wurde,

den Polizeieinsatz zu bezahlen. Was sein dummer Brief bei

den Eltern auslöste, macht er nie wieder gut.

Debbies Mutter versucht, dem brennenden Schmerz in ihrer

Seele mit Alkohol und Beruhigungsmitteln zu entkommen. Ihr

Mann, der Debbies Stiefvater ist, seit das Kind zu krabbeln

begann, versucht, mit seiner Familie zu leben. Debbies

Mutter versucht zu sterben.

Doch dann ist es Anita, die an dem Verlust der Schwester

und der Verzweiflung zerbricht, die statt Debbies Platz

eingenommen hatte. Im Spätsommer 1999 erhängt sich die

18-Jährige. Um sie kann Debbies Mutter trauern. Um Debbie

hat sie immer nur Angst.

Heute lebt Debbies Mutter an der Ostsee. Sie hat ihre beiden

jüngsten Töchter, die nun auch schon fast erwachsen sind,

beim Vater gelassen und versucht, der Erinnerung zu

entkommen. Es gelinge ihr nicht besonders gut, sagte sie vor

einigen Jahren in einem Interview. Und dass sie noch ein

bisschen Hoffnung hat. Eine Hoffnung, die im Lauf der Jahre

so monströs geworden ist wie die Ungewissheit. Wie sollte

sie ihrem Kind begegnen, das sie als Achtjährige zuletzt

geküsst hat, und das im Mai 29. Geburtstag hat?

Debbies Vater hat seine Töchter, die ihre Schwestern nicht

kennenlernen konnten, alleine großgezogen. Er hat sein

Leben aufgeteilt, in das, das er heute führt und in eines, in

dem es Debbie und Anita und die Mutter seiner Kinder gab.

Polizist Dietmar Wixfort ist versetzt und befördert worden,

ermittelt heute in Neuss. Die Ermittlungsakte hat er nicht

mitgenommen. Er hat sie im Kopf. Wenn er von einer noch

so vagen Spur hört, geht er dem sofort nach. Das wird er

wohl für immer tun.

In Debbies Schule spricht man nicht mehr über das

Mädchen, das durch den Hinterausgang ging und

verschwand. 20 Jahre ist das nun her, und einige der Kinder,

die damals mit Debbie beim Schwimmen waren, sind heute

selbst Eltern. Sie werden es wohl nie vergessen.

Quelle: https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/debbie- sassen-seit-20-jahren-vermisst_aid-16758397
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