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Vermisstenfälle

Hilal Ercan

Fotos

Kurzfassung:

Geboren: 22.08.1988

Vermisst seit: 27.01.1999

Augenfarbe: -

Haarfarbe: Schwarz

Die damals zehnjährige Hilal Ercan verschwand am 27.01.1999 in

Hamburg-Lurup. Sie hatte ein gutes Schulzeugnis nach Hause

gebracht und durfte sich zur Belohnung Süßigkeiten kaufen. Hilal

verließ das Mehrfamilienwohnhaus in der Elbgaustraße - seitdem

fehlt von ihr jede Spur. Tatverdächtig ist Dirk A., ein verurteilter

Kinderschänder, der seine Aussage aber wieder zurückzog.

Zusammenfassung:

Geändert: 19.03.2020

Der Fall lässt die Polizei nicht ruhen. 20 Jahre nach dem Verschwinden der damals zehnjährigen Hilal Ercan aus Hamburg starten die Ermittler einen

weiteren Anlauf, um das Schicksal des Mädchens aufzuklären. "Wir bitten mögliche Zeugen, die sich bislang nicht bei uns gemeldet haben, weiterhin

ausdrücklich darum, sich mit uns in Verbindung zu setzen", sagte die zuständige Kriminalbeamtin Inge Pape zum Jahrestag.

Hilal Ercan verschwand vor 20 Jahren

Hilal Ercan verschwand am 27. Januar 1999 im Stadtteil Lurup im Nordwesten der Hansestadt spurlos unter völlig ungeklärten Umständen. Die

Viertklässlerin brachte an diesem Tag ein gutes Zeugnis mit nach Hause. Zur Belohnung bekam sie von ihrem Vater eine D-Mark, von der sie

Süßigkeiten kaufen wollte (Anm. VVK: Hilals Vater hat ihr erlaubt so viel Geld zu nehmen wie sie gebraucht hätte, sie nahm aus einer Schüssel

voller Kleingeld jedoch nur eine D-Mark um damit „Hubba Bubba“-Kaugummi zu kaufen). Von dem neunstöckigen Hochhaus, in dem die Familie

wohnte, waren es nur rund 100 Meter zu dem "Spar"-Supermarkt in dem kleinen Einkaufszentrum Elbgaupassage, einmal über die Straße. Gegen

13.15 Uhr machte sich das Mädchen auf den Weg, der Gemüsehändler in der Passage will sie noch kurz gesehen haben – danach verlor sich ihre

Spur. Um 13.22 Uhr wurde in dem Supermarkt eine Packung "Hubba Bubba", Hilals Lieblingssüßigkeit, für eine D-Mark verkauft, das belegte die

Kassenabrechnung des Ladens. Ob es die Zehnjährige war, die die Süßigkeiten bezahlt hat, daran konnte sich die Kassiererin nicht erinnern. Hilal

Ercan kam nie wieder zu ihren Eltern zurück. Das Verschwinden der Zehnjährigen gehört bis heute zu den rätselhaftesten Fällen in der Hamburger

Kriminalgeschichte.

Für Hilas Eltern Ayla und Kamil, ihren Bruder Abbas und die Schwester Fatma begann eine jahrelange und bis heute andauernde Leidenszeit. 2017

besuchte sie der stern, sie schilderten ihre Verzweiflung: "Für meine Frau und mich ist es immer noch so, als sei es gestern passiert. Genauso

schmerzhaft", sagte der Vater. "Ich bin mit Schmerz aufgewachsen", ihr Bruder. Ein Bild von ihrer Tochter und Schwester stand nicht in der Wohnung,

die Familie hätte das nicht ausgehalten. Persönliche Gegenstände Hilals bewahrte sie in einem Koffer auf.

Dass das Mädchen einfach abgehauen ist, kann sich bis heute niemand vorstellen. Die Eltern nicht, der Bruder nicht, die Schwester nicht und auch die

Polizei nicht. "Wir nehmen an, dass Hilal einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist", sagte Volker Quast, Mitarbeiter der "Cold Case"-Einheit für

wieder aufgerollte Fälle dem stern. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Täter Hilal in ein Auto gezerrt und sie zunächst in eine Wohnung oder ein

Haus in der Nähe gebracht hat. Möglicherweise wurde sie später vergraben."

Mysteriöser Anrufer gesucht

Der Verdacht eines Verbrechens kam schon kurz nach dem Verschwinden des Mädchens auf. Zwei Busfahrer beobachteten am 27. Januar 1999 einen

großen kräftigen Mann mit rötlichen Haaren, der auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Arm eines dunkelhaarigen Mädchens im Alter der

Vermissten gezogen hatte. Ganz in der Nähe wurden später die Haarspangen und ein Ohrring Hilals entdeckt – von ihrer eigenen Mutter, die besorgt

nach ihrer Tochter suchte. Eine Zeugin sagte der Polizei, sie habe zum Zeitpunkt des Verschwindens die Schreie eines Mädchens gehört.

Nachdem ihre Tochter von dem Süßigkeiteneinkauf nicht zurückkehrte, riefen ihre Eltern Bekannte an, fragten nach Hilal. Ohne Erfolg. Sie meldeten

das Kind bei der Polizei als vermisst. Schon gegen 18 Uhr waren Dutzende Beamte in Hamburg-Lurup im Einsatz, suchten nach dem Kind, befragten

mögliche Zeugen, verteilten Flugblätter. In den kommenden Tagen wurde die Suche verstärkt: Hundertschaften durchkämmten die Umgebung, eine

Sonderkommission wurde gebildet, die Öffentlichkeit im großen Stil ins Boot geholt. Bald kannte fast jeder Hamburger das Gesicht von Hilal Ercan und

doch blieb sie wie vom Erdboden verschluckt.

Sechs Tage nach dem Verschwinden kam Bewegung in den Fall. Ein anonymer Anrufer bestellte Ayla und Kamil Ercan zur Christuskirche im

Hamburger-Stadtteil Eimsbüttel, sechs Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. Er wisse etwas über den Verbleib von Hilal, ließ er die Familie wissen.

Doch das Treffen platzte, der Grund war womöglich ein von dem Vermisstenfall unabhängiger Polizeieinsatz in der Nähe der Kirche, der den Mann

abgeschreckt haben könnte.

Damals hatte ein Tatverdächtiger, Dirk A., ein bereits verurteilter Kinderschänder, der zu diesem Zeitpunkt im geschlossenen Haus 18 in Ochsenzoll

einsaß, behauptet, Hilal entführt und getötet zu haben.

Bei seinem Geständnis sagte er damals: „Ich habe sie in meinem BMW erwürgt, weil sie meinen sexuellen Wünschen nicht nachgekommen ist.“ Er

führte Polizisten zu der Stelle im Volkspark, wo er sie vergraben haben will – und widerrief dort plötzlich seine Aussage.

Belohnung

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat bzw. zur Festnahme der/des Täter(s) führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise

Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im LKA Hamburg unter der Telefonnummer

(040) 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: https://www.stern.de/lokal/hamburg/hilal-ercan-seit-20-jahren-verschwunden--polizei-startet-neuen-anlauf-8549704.html
Dokumente (klicken zum Download): Flyer 1 HINWEISE/Belohnung
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Hinweise an: hinweis@vvk-deutschland.de LKA Hamburg: (040) 4286-56789
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5.000 Euro für Hinweise, die zur

Aufklärung der Tat bzw. zur

Festnahme des Täters führen!

Bitte klicken Sie auf das jeweilige Foto um den dazugehörigen Fall zu öffnen. Nutzen Sie auch unsere alphabetisch geordnete Liste oder unsere Live-Karte (in Bearbeitung).
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Hilal Ercan

Zusammenfassung:

Der Fall lässt die Polizei nicht ruhen. 20 Jahre nach dem

Verschwinden der damals zehnjährigen Hilal Ercan aus Hamburg

starten die Ermittler einen weiteren Anlauf, um das Schicksal des

Mädchens aufzuklären. "Wir bitten mögliche Zeugen, die sich

bislang nicht bei uns gemeldet haben, weiterhin ausdrücklich

darum, sich mit uns in Verbindung zu setzen", sagte die zuständige

Kriminalbeamtin Inge Pape zum Jahrestag.

Hilal Ercan verschwand vor 20 Jahren

Hilal Ercan verschwand am 27. Januar 1999 im Stadtteil Lurup im

Nordwesten der Hansestadt spurlos unter völlig ungeklärten

Umständen. Die Viertklässlerin brachte an diesem Tag ein gutes

Zeugnis mit nach Hause. Zur Belohnung bekam sie von ihrem

Vater eine D-Mark, von der sie Süßigkeiten kaufen wollte (Anm.

VVK: Hilals Vater hat ihr erlaubt so viel Geld zu nehmen wie sie

gebraucht hätte, sie nahm aus einer Schüssel voller Kleingeld

jedoch nur eine D-Mark um damit „Hubba Bubba“-Kaugummi

zu kaufen). Von dem neunstöckigen Hochhaus, in dem die Familie

wohnte, waren es nur rund 100 Meter zu dem "Spar"-Supermarkt in

dem kleinen Einkaufszentrum Elbgaupassage, einmal über die

Straße. Gegen 13.15 Uhr machte sich das Mädchen auf den Weg,

der Gemüsehändler in der Passage will sie noch kurz gesehen

haben – danach verlor sich ihre Spur. Um 13.22 Uhr wurde in dem

Supermarkt eine Packung "Hubba Bubba", Hilals

Lieblingssüßigkeit, für eine D-Mark verkauft, das belegte die

Kassenabrechnung des Ladens. Ob es die Zehnjährige war, die die

Süßigkeiten bezahlt hat, daran konnte sich die Kassiererin nicht

erinnern. Hilal Ercan kam nie wieder zu ihren Eltern zurück. Das

Verschwinden der Zehnjährigen gehört bis heute zu den

rätselhaftesten Fällen in der Hamburger Kriminalgeschichte.

Für Hilas Eltern Ayla und Kamil, ihren Bruder Abbas und die

Schwester Fatma begann eine jahrelange und bis heute

andauernde Leidenszeit. 2017 besuchte sie der stern, sie

schilderten ihre Verzweiflung: "Für meine Frau und mich ist es

immer noch so, als sei es gestern passiert. Genauso schmerzhaft",

sagte der Vater. "Ich bin mit Schmerz aufgewachsen", ihr Bruder.

Ein Bild von ihrer Tochter und Schwester stand nicht in der

Wohnung, die Familie hätte das nicht ausgehalten. Persönliche

Gegenstände Hilals bewahrte sie in einem Koffer auf.

Dass das Mädchen einfach abgehauen ist, kann sich bis heute

niemand vorstellen. Die Eltern nicht, der Bruder nicht, die

Schwester nicht und auch die Polizei nicht. "Wir nehmen an, dass

Hilal einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist", sagte Volker

Quast, Mitarbeiter der "Cold Case"-Einheit für wieder aufgerollte

Fälle dem stern. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Täter Hilal in

ein Auto gezerrt und sie zunächst in eine Wohnung oder ein Haus

in der Nähe gebracht hat. Möglicherweise wurde sie später

vergraben."

Mysteriöser Anrufer gesucht

Der Verdacht eines Verbrechens kam schon kurz nach dem

Verschwinden des Mädchens auf. Zwei Busfahrer beobachteten am

27. Januar 1999 einen großen kräftigen Mann mit rötlichen Haaren,

der auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Arm eines

dunkelhaarigen Mädchens im Alter der Vermissten gezogen hatte.

Ganz in der Nähe wurden später die Haarspangen und ein Ohrring

Hilals entdeckt – von ihrer eigenen Mutter, die besorgt nach ihrer

Tochter suchte. Eine Zeugin sagte der Polizei, sie habe zum

Zeitpunkt des Verschwindens die Schreie eines Mädchens gehört.

Nachdem ihre Tochter von dem Süßigkeiteneinkauf nicht

zurückkehrte, riefen ihre Eltern Bekannte an, fragten nach Hilal.

Ohne Erfolg. Sie meldeten das Kind bei der Polizei als vermisst.

Schon gegen 18 Uhr waren Dutzende Beamte in Hamburg-Lurup

im Einsatz, suchten nach dem Kind, befragten mögliche Zeugen,

verteilten Flugblätter. In den kommenden Tagen wurde die Suche

verstärkt: Hundertschaften durchkämmten die Umgebung, eine

Sonderkommission wurde gebildet, die Öffentlichkeit im großen Stil

ins Boot geholt. Bald kannte fast jeder Hamburger das Gesicht von

Hilal Ercan und doch blieb sie wie vom Erdboden verschluckt.

Sechs Tage nach dem Verschwinden kam Bewegung in den Fall.

Ein anonymer Anrufer bestellte Ayla und Kamil Ercan zur

Christuskirche im Hamburger-Stadtteil Eimsbüttel, sechs Kilometer

von ihrem Wohnort entfernt. Er wisse etwas über den Verbleib von

Hilal, ließ er die Familie wissen. Doch das Treffen platzte, der

Grund war womöglich ein von dem Vermisstenfall unabhängiger

Polizeieinsatz in der Nähe der Kirche, der den Mann abgeschreckt

haben könnte.

Damals hatte ein Tatverdächtiger, Dirk A., ein bereits verurteilter

Kinderschänder, der zu diesem Zeitpunkt im geschlossenen Haus

18 in Ochsenzoll einsaß, behauptet, Hilal entführt und getötet zu

haben.

Bei seinem Geständnis sagte er damals: „Ich habe sie in meinem

BMW erwürgt, weil sie meinen sexuellen Wünschen nicht

nachgekommen ist.“ Er führte Polizisten zu der Stelle im Volkspark,

wo er sie vergraben haben will – und widerrief dort plötzlich seine

Aussage.

Belohnung

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat bzw. zur Festnahme

der/des Täter(s) führen, ist eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro

ausgesetzt.

Hinweise

Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im LKA Hamburg unter der

Telefonnummer

(040) 4286-56789 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quelle: https://www.stern.de/lokal/hamburg/hilal-ercan-seit-20- jahren-verschwunden--polizei-startet-neuen-anlauf-8549704.html

Geboren: 22.08.1988

Vermisst seit: 27.01.1999

HINWEISE/Belohnung
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